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SpecialVeröffentlicht am 13.01.21 um 18:00h | 0 Kommentare

YouTube Streamer: Neue Möglichkeiten für Trendsetter

YouTube Streamer zu werden ist für viele Menschen der Traumberuf schlechthin aktuell. Online Games zocken, das Ganze live übertragen und dafür Geld bekommen. Wem würde das nicht gefallen? Beispielsweise könntest du dich beim Spielen von einem Slot wie Fire Joker mit einer Webcam filmen, und das Game live ins Internet streamen. Die Zuschauer würden dich dafür mit Spenden belohnen. Weil beim Streamen alles live ist, erlebt man die Streamer, wie sie wirklich sind. Wer wirklich spontan, witzig, tiefsinnig oder einfach nur sympathisch ist. Das interessiert die Menschen. Wer immer ein paar gute Sprüche zum Spielgeschehen auf Lager hat, kann sich so schnell eine Fanbase und damit ein nettes Nebeneinkommen aufbauen.

Viele YouTube Streamer gehen allerdings viel weiter, um einen neuen Trend zu erschaffen und eine neue Nische zu besetzen. Gerade abseits vom Game Streaming sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob beim Kochen oder bei der Nagelpflege, selbst beim Erstellen einer Steuererklärung gehen die YouTube Streamer live. Wenn es Geld zu verdienen gibt, werden die Menschen kreativ. Das weiß auch YouTube und macht es seinen Streamern einfach, mit ihren Live-Streams Geld zu verdienen. Die sogenannten Super-Chats und Super-Sticker sind besonders auffällige Chat-Nachrichten, die aber Geld kosten. Da den Zuschauern jedoch bewusst ist, dass ihre Stars auf diese Weise ihr Geld verdienen, kaufen sie die Super-Chats und Super-Sticker gerne. Schließlich wollen sie ihre Stars auch weiterhin live sehen.

Was fasziniert die Zuschauer so an Live-Streams?

Manchmal kreieren die YouTube Streamer sogar Trends, die man so nie erwarten würde. So ist es z.B. zu einem Hype geworden, anderen Menschen beim Studieren zuzusehen. Unter dem Stichwort „Study with me“ streamen Studierende sich selbst am Schreibtisch, wie sie am Lernen sind. Da sich viele Menschen beim Studieren einsam fühlen, schließlich sind sie ja ständig alleine zu Hause an ihrem Schreibtisch, schauen sich sich diese Live-Streams an. So fällt es ihnen leichter, diszipliniert zu lernen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber es ist noch mehr als das. Es ist dieser ganz persönliche Blick ins Leben eines anderen. Wenn man also z.B. jemandem beim Studieren an seinem Schreibtisch sitzen sieht, einsam, nur mit seinen Unterlagen, dann schafft das ein Gefühl von persönlicher Bindung, und genau das ist es, was YouTube Streamer so beliebt macht. Sie geben tiefen Einblick in ihr persönliches Leben. Schaut man sich die Erfolge von Pseudo-Reality-Soaps wie „Berlin Tag&Nacht“ oder „Köln 50667“ an, so bekommt man eine Vorstellung davon, wie gut es Menschen gefällt, andere bei ihrem Leben zu beobachten. In diesen Formaten wird immer wieder das Gefühl vermittelt, dass alles echt ist. Da wenden sich die Schauspieler und Schauspielerinnen direkt an die Zuschauer und erzählen ihnen ihre Geheimnisse, als ob sie ein Feedback erwarten würden. YouTube Streamer sind also die logische Weiterentwicklung, denn da können die Zuschauer nun wirklich ins Geschehen eingreifen, indem sie ihre Meinung sagen oder den Streamer bitten, etwas zu tun.

Wenn Sensations-Gier völlig ausartet

Teilweise nimmt das mit dem „ins Geschehen eingreifen“ allerdings auch perverse Züge an. Das sogenannte Swatten bedeutet, dass eine Polizei-Einheit (engl. SWAT – Special Weapons and Tactics), am besten eine Spezial-Einheit, zu dem Live-Streamer geschickt wird. So dass die Zuschauer live mitverfolgen können, wie es bei dem ahnungslosen Streamer an der Tür klingelt… und er von einer Spezial-Einheit überwältigt, gefesselt und dann natürlich erstmal direkt vor Ort vernommen wird. Je nachdem, ob die Polizei-Einheit bemerkt, das gerade live gesendet wird, kann es sein, dass die Zuschauer das Verhör mitbekommen. Oft wird die Polizei vollkommen zu Recht gerufen, bspw. wenn ein Streamer seine Partnerin schlägt, vor laufender Kamera Drogen konsumiert oder eine Schusswaffe präsentiert. Oft swatten die Zuschauer aber auch einfach aus boshafter Sensations-Gier. Beispielsweise filmte ein Streamer sich mal beim Betreten eines Flugzeugs. Dummerweise hatte er während des Streams verraten, um welchen Flug es sich handelte. Ein Zuschauer rief die Polizei an und sagte, der Streamer habe eine Bombe dabei – was natürlich frei erfunden war. Trotzdem konnten die Zuschauer dann live mitverfolgen, wie ein Sondereinsatz-Kommando das Flugzeug stürmte und den verdutzten Streamer überwältigte.

Das man mit wirklich allem zu YouTube Streamer werden kann, zeigt der nächste Fall. Ein YouTube Live-Channel, der damit wirbt, nur negativ zu sein und nur über alles zu meckern, zu schimpfen und zu lästern. Erstaunlicherweise funktioniert das Konzept gut. Es gibt sogar einen Members-Only-Bereich, und die „Donations“, also die Spenden der Zuschauer, sind nicht gerade wenig. Auch die Geistlichen haben den Trend erkannt. Nun kann jeder mit einem Internet-Anschluss und einer Webcam zum Prediger werden. Ein besonders gewitzter Prediger streamt seine Predigten in freier Natur, direkt vor einer Urwald-Kulisse. Was ziemlich cool ist, da man die ganze Zeit im Hintergrund die Geräusche des Urwalds, wie Affengeschrei und ähnliches, hört.

Gaming-Streams: Liegt die Zukunft in Slot-Streams?

Fast schon ein alter Hut sind dagegen die klassischen Streams von Online Games wie Fortnite, Brawler oder Minecraft. Hier kommt es als YouTube Streamer wirklich darauf an, dass man nebenbei lustige Kommentare macht oder gute Stories zum Besten gibt. Denn bei YouTube Live zählt einfach die Authentizität. Gleiches gilt auch für die Streamer von Automatenspielen. Wer hier erfolgreich sein will, muss weder mit hohen Einsätzen spielen noch gut aussehen. Wer authentisch rüberkommt, muss nicht mal viel reden. Manch einer schafft es, sich selbst zum Trend zu machen, obwohl er eigentlich nur dem Spiel zuschaut und gelegentlich mal eine Zuschauerfrage beantwortet. Man erkennt, dass hier das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.

YouTube Streamer: Die Zukunft sieht rosig aus

Verglichen mit dem, was möglich ist, stecken die YouTube Streamer noch in den Kinderschuhen. Allerdings ändert sich das gerade, da immer mehr Kreative dieses Potential erkennen und lauter neue und innovative Formate kreieren. Mit den stetig steigenden Zuschauerzahlen wird YouTube Streamen auch immer mehr zu einem Big Business. Genauso, wie es mit YouTube auch klein anfing, haben die YouTube Streamer auch hier wieder eine Lawine losgetreten, die jetzt nicht mehr aufzuhalten ist. Es lohnt sich also, hin und wieder bei YouTube im Suchfenster „live“ mit einzugeben und bei den Ergebnissen auf das rote „LIVE“-Zeichen zu achten. Denn nur dann ist ein Stream gerade wirklich live, und nicht nur eine Aufzeichnung eines Live-Streams.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich YouTube Live entwickeln wird. Eins ist jedoch klar, wer selber Lust hat, als YouTube Streamer einen neuen Trend zu setzen, der sollte jetzt seine Chance ergreifen. Denn immer mehr Streaming-Stars wechseln von anderen Plattformen wie Twitch zu YouTube. Die Zuschauer freut’s, denn das verspricht jede Menge guten Content. In diesem Sinne, viel Spaß beim Zuschauen.