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Might & Magic Clash of Heroes iOS
Might & Magic Clash of Heroes [Universal]
Publisher:Ubisoft
Genre:Rollenspiel, Abenteuer
Release:24.01.2013
UniversalTestberichtVeröffentlicht am 28.01.13 um 00:00h | 0 Kommentare

Testbericht „Might & Magic Clash of Heroes“

Dass eine gewisse Rollenspiel-Reihe mit dem Titel „Might & Magic“ seit beinahe 20 Jahren Fantasy-Fans auf der ganzen Welt verzaubert, ist nichts Neues. Seitdem Entwickler Ubisoft die Franchise Rechte 2003 aufgekauft hat, ist eine Menge passiert, mehrere Teile haben sowohl für Konsole als auch PC das Licht der Spiele-Welt erblickt und mit Might & Magic Clash of Heroessoll nun endgültig auch die iPhones und iPads in den Bann von Ashan gezogen werden. Ob das gelingt und was es mit dem Namen im letzten Satz auf sich hat, der ein bisschen nach dem Namen der Dönerbude um die Ecke klingt, lest ihr in unserem Test!

Einige von euch haben Clash of Heroes sicher schon auf Playstation 3 oder Xbox 360 gezockt und werden sich dementsprechend schnell zurechtfinden, da die iOS-Version mit diesen ziemlich identisch ist und nur zum Beispiel um einen Mehrspieler-Modus erweitert wurde. Für diejenigen, die bei Ashan an Bollywood und Bauchtanz denken, sei die Story im Folgenden kurz zusammengefasst: eigentlich wäre das Land Ashan ein idyllisches Reiseziel für den nächsten Urlaub. Man lebt in Einklang und Harmonie miteinander, wobei kleinere Konflikte mit den Nekromanten im Süden dem unaufmerksamen Blick des Touristen sowieso verborgen blieben. Der würde sich ohnehin an der Schönheit der Elfen in den Wäldern Irollands nicht sattsehen können, seinen Augen angesichts der prunkvollen Paläste im Reich der Greifen nicht trauen und den Zaubereren der Silberstädte ehrfürchtig bei der Arbeit zusehen. Blöd nur, dass sich alle Jubeljahre eine verhängnisvolle Mondfinsternis über Ashan ereignet. Verhängnisvoll deshalb, weil dann alle Dämonen aus Sheogh einfach so mir nichts dir nichts in die Welt der Lebenden spazieren und Terror machen können. In einem dieser Kriege bastelte jemand Findiges dann das sogenannte Schwert des Bindens zusammen, das dem Träger die Macht verleiht, die Dämonen seinem Willen zu unterwerfen. Eines Tages überfällt einer der scheußlichen Kreaturen das Lager von Elfin Anwen, tötet ihren Vater und ihr Freunde und Verbündeten und reißt die Klinge an sich. Nun liegt es an euch, die drohende Katastrophe abzuwenden und die Dämonen daran zu hindern, die Welt an sich zu reißen.

Das Spiel ist praktisch eingeteilt in Rollenspielabschnitte und rundenbasierte Kämpfe. Während der RPG-Abschnitte bewegt ihr euch leider nicht frei, sondern über vorgegebene Wegpunkte in der geheimnisvollen Welt umher, sprecht mit verschiedenen Wesen, nehmt neue Charaktere in eure Gemeinschaft auf und Aufträge an. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch ganz klar auf den Kämpfen, die Schritt für Schritt durch sehr umfangreiche Tutorials erklärt werden. Werdet ihr in eine Auseinandersetzung verwickelt, soll heißen ein Gegner stellt sich euch in den Weg, wechselt das Spiel in den Gefechtsmodus. In diesem ist der Bildschirm in „oben“ und „unten“ aufgeteilt. Die Einheiten des Gegners stehen den euren gegenüber. Nun liegt es an euch, Runde um Runde eure Figuren so zu platzieren, dass entweder Angriffs- oder Abwehrformationen entstehen. Das funktioniert, indem ihr drei gleiche Einheiten hintereinander für eine Attacke oder nebeneinander für eine Verteidigungsaktion aufstellt – ein bisschen Match-3-Puzzle-mäßig. Dies geschieht durch das Verschieben von der dem Entfernen von Einheiten, die zwischen einer „Reihe“ stehen. Das Ganze erinnert stark an den Puzzler „Diamond Dash“. Nach Ablauf der benötigten Rundenfrist, die von Einheit zu Einheit variiert, greifen Einheiten in ihren Angriffsformationen an und kämpfen sich gleichermaßen durch Verteidigungsanlagen als auch gegnerische Einheiten, vorausgesetzt, eure Angriffspunkte reichen aus. Im Idealfall stoßen die tapferen Soldaten, Hirsche, Bären, Elfen und so weiter bis zur „Grundlinie“ des Gegners durch, die den Helden des Kontrahenten repräsentiert, und verringert so seine Lebensenergie. Ist diese bei null, habt ihr die Schlacht gewonnen.

Im Laufe des Spiels gesellen sich dermaßen viele verschiedene Einheitentypen zu eurer Armee, dass die taktischen Möglichkeiten um ein Vielfaches erweitert werden. Eliteeinheiten bringen neue Formationstypen mit sich und kombiniert ihr mehrere Angriffsreihen gleicher Farbe erhaltet ihr einen Angriffsbonus. Nach jedem Kampf erhält eure Heldenfigur Erfahrungspunkte zum Hochleveln der Einheiten und ein bisschen Taschengeld, von dem ihr euch im Shop Eliteeinheiten zulegen könnt – alternativ geht dies auch via IAP. Und diese Spezialeinheiten haben nützliche Fähigkeiten – so überspringt der Hirsch zum Beispiel leichtfüßig und grazil eine Angriffsreihe des Gegners und attackiert die dahinterliegende. Für taktische Tiefe ist zu Genüge gesorgt, all das macht richtig Laune und sorgt für spannende Gefechte! Im Kampf-Modus abseits der Kampagne könnt ihr entweder in Online-Schlachten gegen einen realen Gegner oder offline am gleichen Gerät gegen einen Kumpel antreten.

Im Prinzip handelt es sich bei der iOS-Version von „Might & Magic Clash of Heroesum die schon von Xbox-Arcade und PSN bekannte Version und sieht in ihrer Art als asiatisch angehauchtes 2D-Rollenspiel recht gut aus. Das Charakterdesign ist rundum gelungen und sprüht nur so vor phantasiereicher Originalität, noch besser haben uns aber die handgemalten Umgebungen gefallen. Bei so viel Liebe zum Detail lässt man sich gern auf die Spielwelt und ihre Bewohner ein, kann sich richtiggehend in der Atmosphäre verlieren. Hier hat Ubisoft solide Arbeit geleistet.
Der Sound ist in Ordnung, haut aber niemanden vom Hocker. Die Musik untermalt das Geschehen stets auf angemessene Art und Weise und reißt einen in den Gefechten mit, Dialoge laufen beinahe uneingeschränkt in Form von Textboxen ab. Das ist Standard und daher völlig ok.

Might & Magic Clash of Heroes Trailer

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Die Steuerung ist eigentlich gut gelungen. Ihr bewegt euch (leider) nicht frei im Spiel, sondern indem ihr auf den Wegpunkt eurer Wahl drückt und sprecht mit am Wegrand verteilten Charakteren per Tap auf eingeblendete Fragezeichen. Die Krux liegt in den Kämpfen, denn hier kommt es immer wieder zu ungewollten Eingaben, gerade auf den kleinen Bildschirmen der iPhones. Dann sind ratz-fatz wichtige Zugpunkte weg, die ihr anderswo besser hättet einsetzen können. Eine Korrigier-Funktion wäre hier wünschenswert gewesen, spielt man aber langsam und bedächtig, halten sich solche Aussetzer in Grenzen.

Review “Might & Magic Clash of Heroes
Fazit:

Might & Magic Clash of Heroesist ein solides Puzzle-Rollenspiel mit kleinen Schwächen, dass durch liebevoll ausgearbeitete, wenn auch klischeebehaftete Fantasy-Charaktere genauso wie durch das zwar einerseits einsteigerfreundliche, aber auch für Kenner genug taktischen Tiefgang bietende Kampsystem punkten kann. Darüber hinaus sehen die handgemalten Umgebungen einfach hinreißend aus und das Gameplay tröstet locker über die etwas kindliche und vorhersehbare Story hinweg.

Pro:
+
Charaktere und Umgebung
+
lange Spieldauer
+
Gefechte mit vielen Formationskombinationen und Taktik
+
solider Online-Modus
Contra:
-
relativ häufige Ladezeiten
-
Schwächen bei der Steuerung
-
deutsche Übersetzung fehlerhaft
-
recht eintönig
-
kein freies Spiel & bewegen möglich
Wertung:
Grafik:8
Sound:7
Steuerung:7
Spielspaß:8
Gesamt:
8
Might & Magic Clash of Heroes Reviewed by Jonathan Stahn on . Rating: 8 out of 10
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