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Medieval Merchants - Händler der Hanse im App Store
Preis & Download:
2,99€
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Medieval Merchants - Händler der Hanse iOS
Medieval Merchants - Händler der Hanse [iPad]
Publisher:rapidrabbit GbR
Genre:Simulation, Strategie
Release:20.03.2013
iPadTestberichtVeröffentlicht am 08.04.13 um 00:00h | 0 Kommentare

Testbericht „Medieval Merchants – Händler der Hanse“

Vor einiger Zeit ist die Handelssimulation Medieval Merchants – Händler der Hanse im AppStore aufgeschlagen und hatte zunächst einen guten Ersteindruck bei uns hinterlassen. Liebevoll von Hand gezeichnete Grafik, ein gut funktionierendes Handelssystem und ein hoher Grad an Motivation schienen aus dem Titel mehr als einen Geheimtipp werden zu lassen. Wenn da nicht die nervtötenden Abstürze gewesen wären, die ein uneingeschränktes Spielerlebnis zu jenem Zeitpunkt einfach nicht zuließen. Mit dem vor kurzem erschienenen Update hat sich das zum Glück geändert und wir freuen uns, euch Medieval Merchants nach eingehendem Testen genauer vorstellen zu können.

Nachdem ihr aus mehreren Avataren, männlich oder weiblich, gewählt und eurem virtuellen Hanse-Anwärter einen mehr oder weniger illustren Namen verpasst habt, werdet ihr ohne große Umschweife ins Spiel entlassen. Ein vermeintlicher Onkel erklärt, dass es der Wunsch eures Vaters gewesen sei, euch in die Welt der Hanse einzuführen. Dies geschieht nach und nach auf sehr simple Art und Weise mittels leicht verständlicher Textboxen. Euer Heimathafen und Ausgangspunkt für den Aufbau eures hoffentlich einmal gigantischen Handelsimperiums mit schwindelerregenden Umsätzen ist Lübeck. Von dort aus lenkt ihr die eigenen Geschicke und versucht euren Konkurrenten immer einen Schritt voraus zu sein.

Oberstes und erklärtes Ziel des Spiel ist es, Prestigepunkte zu sammeln. Das tut ihr, indem ihr zum einen Aufträge der Handelsgilde oder des Herzogs von Schleswig-Holstein ausführt und zum anderen großzügig an öffentliche Einrichtungen in der Stadt Lübeck spendet. Durch die Geldgeschenke steigen die Einrichtungen wie Kirche, Schule, Werft und Wehranlagen im Level auf und schalten zum Beispiel neue Schiffsklassen wie die Kogge oder Kraweel frei, mit deren Hilfe ihr vielfach größere Warenmengen transportieren könnt. Doch eure Flotte verdient selbige Bezeichnung zunächst einmal nicht, steht euch doch lediglich eine kleine, aber feine Schnigge zur Verfügung, mit deren Hilfe ihr euren ersten Auftrag erledigt: Kaufe 25 Einheiten Salz in Lübeck. Segel nach Malmö. Verkaufe 25 Einheiten Salz in Malmö. Gesagt, getan. Per Schieberegler im Handelsmenü der Stadt Lübeck kauft ihr 25 Einheiten Salz und schickt eure Schnigge nach Malmö, wo schon sehnsüchtig auf das weiße Gold gewartet wird. Darauf lassen die farbigen Indikatoren im Handelsmenü schließen, die je nach Nachfrage von rot nach grün verlaufen. Per Tap auf jede der 18 Städte, darunter London, Hamburg, Stockholm und Riga, lassen sich nachgefragte und produzierte Waren kurz auflisten sowie die Runden- oder Tageanzahl einsehen, die eine Reise dorthin benötigen würde. 16 verschiedene Waren wie Tuch, Honig, Fisch, Bier und Wein warten nach und nach darauf, von A nach B transportiert und gehandelt zu werden.

Das Spielgeschehen läuft auf zwei Ansichten ab: Der Stadtansicht und der Kartenansicht. In der Stadtansicht könnt ihr durch Spenden euer Prestige aufbessern, wobei der simple Grundsatz gilt: Viel hilft viel. Schade ist, dass hinter den Levelaufstiegen, mit denen bereits nach Level 4 Schluss ist, kein tieferer Sinn steckt, ausgenommen bei der Werft. Ihr kauft euch Prestige und Ansehen mit Geld und nach kurzer Spieldauer fällt dieses Element ohnehin aus dem Spielverlauf, da sich ab Level 4 nicht mehr spenden lässt. Wir hätten uns dementsprechend eine erhöhte und sinnvolle Auswirkung auf das gesamte Spielerlebnis gewünscht. So wirkt das Prinzip aufgesetzt und seltsam deplatziert in einer sonst sehr stimmigen Handelssimulation. Es macht einfach Spaß, auszuloten, wo das Tuch gerade billig und der Wein furchtbar teuer ist, um dann einen Teil seiner nach und nach heranwachsenden Flotte mit den entsprechend nachgefragten Waren zum Beispiel nach Danzig zu entsenden, in der Hoffnung, die dort so günstigen Töpferwaren auf dem Weg nach Bergen bei einem Zwischenstopp im Hafen von Oslo gewinnbringend verkaufen zu können. Es macht Spaß, seine eigene Flotte wachsen zu sehen, den Schiffen Namen zu geben und sie zu hüten und zu pflegen, nachdem sie auf der Fahrt von London nach Reval in einen schlimmen Sturm geraten oder von Piraten angegriffen worden sind. Solch zufällige Ereignisse werden lediglich durch eine aufpoppende Nachricht am Tagesende vermittelt, doch das ist im Rahmen einer solchen Handelssimulation völlig in Ordnung.

Darüber hinaus können, vorausgesetzt, das Geld stimmt, Lagerhäuser in jedem der Hafenstädte erworben werden. Hat man dann gerade mal kein Schiff in der Nähe, aber verlockend günstig angebotene Eisenwaren in der Stadt, werden die kurzerhand eingelagert. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn Medieval Merchants auch über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Motivation bieten würde, als durch die sich irgendwann sehr ähnelnden, immer wiederkehrenden Aufträgen möglich ist. Im Grund lässt sich der Titel auf Angebot und Nachfrage reduzieren. Es fehlt etwas die Spieltiefe, das gewisse Etwas, das einen fesselt und immer wieder anstachelt, weiter zu machen. Die deutschen Entwickler haben aber bereits umfassende Updates angekündigt und unter Umständen wird aus einer guten Handelssimulation dann sogar eine hervorragende.

Medieval Merchants - Händler der Hanse Trailer

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Was die Grafik anbelangt, ist Medieval Merchants sehr reduziert in seiner Darstellung. Animationen finden sich lediglich am Rundenende, wenn die Schiffe auf ihren Handelsrouten durch Nord- und Ostsee schippern, ansonsten hat man sich auf feststehende Bilder beschränkt. Diese sind aber sehr nett gestaltet und vor allem in sich stimmig, so kommt schnell die richtige Atmosphäre auf, um Kogge und Co gewinnschöpfend hin- und herzuschicken.
Auch der Sound hat uns zufriedengestellt. Auf eine musikalische Untermalung verzichtet das Spiel bis auf die Ausnahme im Menü komplett. Ansonsten herrscht idyllische Ruhe, die einen auf die fast schon beruhigenden Hafengeräusche horchen lassen. Kreischende Möwen, plätscherndes Wasser, knarzende Holzbohlen an Deck der unermüdlichen Handelsschiffe – viel braucht es nicht, um euch in die Welt der Hanse hineinzuziehen.
Nach kurzer Eingewöhnung ist auch die Steuerung ziemlich simpel und macht in ihrer Konzeption durchaus Sinn. Über kontextabhängige Buttons und präzise Schieberegler lassen sich Schiffe entsenden, Waren einkaufen und Spenden entrichten.

Review “Medieval Merchants - Händler der Hanse
Fazit:

Medieval Merchants – Händler der Hanse ist eine solide Handelssimulation, die gut funktioniert. Mit ein paar wenigen Eingriffen in die Spielmechanik könnte der Titel aber auch zu etwas hervorragendem werden. Solange darf für 2,69€ aber trotzdem gerne zugeschlagen werden, denn Look und Sound überzeugen ebenso wie die Eingängigkeit und die Art der Umsetzung des Spielprinzips.

Pro:
+
solide Handelssimulation
+
18 Städte, 16 verschiedene Warenarten
+
gut funktionierendes Konzept
+
Grafik und Sound ganz nett
+
Mehrspielermodus verfügbar
Contra:
-
Prestige durch Spenden hat zu geringen Einfluss aufs Gameplay
-
auf lange Sicht geringe Motivation
Wertung:
Grafik:7
Sound:9
Steuerung:8
Spielspaß:7
Gesamt:
8
Medieval Merchants - Händler der Hanse Reviewed by Jonathan Stahn on . Rating: 8 out of 10
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