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LIMBO im App Store
Preis & Download:
4,99€
LIMBO iPhone iPad Download
LIMBO iOS
LIMBO [Universal]
Publisher:LIMBO ApS / Playdead ApS
Genre:Action, Puzzle
Release:03.07.2013
UniversalTestberichtVeröffentlicht am 08.07.13 um 00:00h | 0 Kommentare

Testbericht „LIMBO Game“

So würde es der Verkäufer hinter der Verkaufstheke des AppStore, wäre dieser ein real existierender Laden, in einer Einkaufsstraße dieser Tage wohl häufiger hören, würde hinter sich ins Regal greifen und dem begierigen Kunden wortlos Limbo auf den Tresen knallen. Dem Indie-Titel, der im Juli 2010 erstmals für xBox 360 erschienen ist und seitdem für diverse andere Plattformen portiert wurde, eilt ein hervorragender Ruf voraus, wurde er doch mit Auszeichnungen innerhalb der Branche regelrecht überhäuft. Lange genug hats gedauert, doch nun kommen auch wir iOS-Zocker endlich in den schaurig-schönen Genuss des morbiden Horror-Adventures.

Die Absenz einer Geschichte, die spannend vorangetrieben wird und uns Spieler mit unvorhersehbaren Wendungen in den emotionalen Wahnsinn treibt, macht glücklicherweise gar nichts. Das liegt an vielerlei Dingen und zuerst einmal daran, dass der vage Plot existentieller, persönlicher kaum sein könnte. Ein kleiner Junge begibt sich auf der Suche nach seiner verlorengegangenen Schwester in den Limbo. In der katholischen Theologie bezeichnet der Limbus zwei Orte am Rande der Hölle… Ein durchaus würdiger Auftakt für eine feingeschliffene Horror-Perle der Indie-Games-Branche.
Ihr wacht in einem düsteren Wald auf, allein und verlassen, ohne Orientierung und ganz auf euch allein gestellt. Die Luft ist erfüllt von ohrenbetäubender Stille. Einzig eure erst zaghaften, dann immer mutiger werdenden Schritte vereinen sich mit dem sonoren Hauch des Windes. Hier und da vernimmt man das schräge Kreischen einer nicht näher zu bestimmenden Kreatur in der Ferne und ehe ihr euch verseht, hat euch auch schon der erste Pixeltod ereilt. Ohne Vorwarnung, ebenso gnaden- wie skrupellos lässt eine übergroße Bärenfalle euren kleinen Körper regelrecht zerplatzen. Kaum wahrnehmbar, hat sie jemand am Boden platziert, um die Reise des tapferen Jungen zu beenden, noch bevor sie richtig begonnen hat.

Diese Art von Tod wird euch in Limbo öfter begegnen. Manches Mal benötigt es das Versagen, um das Hindernis im zweiten Anlauf erfolgreich zu überwinden. Stellt euch aber auch gern auf den dritten bis zwölften Versuch ein Es gibt kein Tutorial, keine Einweisung, wie man Hebel drückt, Schalter betätigt, Dinge von A nach B schiebt. Limbo ist learning by doing. Ihr seid allein und das lässt euch das Spiel in jeder Sekunde spüren. Trefft ihr auf Tiere oder Menschen, dann fliehen diese entweder, trachten danach, euch zu töten oder haben selbst längst das zeitliche gesegnet. Der Tod ist allgegenwärtig.

Auf eurer Reise werdet ihr mit zahllosen Rätseln konfrontiert, deren Lösung keinesfalls immer auf der Hand liegt. Die Tüfteleien sind zumeist einfallsreich gestaltete Spielereien mit Elektrizität, Gravitation sowie Magnetismus und nötigen euch zu jeder Zeit ein gehöriges Maß an Hirnschmalz ab. Oftmals kommt es zusätzlich auch auf perfektes Timing eurer Aktionen an. Einen Tick zu früh gesprungen, ein bisschen zu spät losgelassen und das entschlossene Funkeln in den Augen des mutigen Protagonisten erlischt schon wieder. Glücklicherweise sind die Speicherpunkte extrem fair gesetzt, sodass ihr im Prinzip nach jedem überwundenen Rätsel oder verzwickter Passage sicher und gewappnet seid für den nächsten schweren Abschnitt. Das hält den Frust auf moderatem Level und sorgt dafür, dass man in einen homogenen Spielfluss verfällt bis man urplötzlich den Abspann an sich vorüberziehen sieht – immer noch vollends gebannt von dem, was da gerade auf passiert ist.

Limbo zeigt, dass weniger oft mehr ist und dass es keiner hochauflösenden High-End-Grafik bedarf, um gut auszusehen. Die Spielumgebung ist völlig farblos gehalten. Wer auf hunderte verschiedene Graunuancen abfährt, ist hier richtig. Die Spielfigur wird zusammen mit allem anderen praktisch als Silhouette dargestellt, alles ist aufs Minimale reduziert und erzielt damit den maximalen Effekt. Nämlich eine Atmosphäre, die zusammen mit Setting und Sound mindestens so dicht ist wie der Nebel im Spiel.
Der Sound ist der zweite große Stützpfeiler des stimmungsvollen Horrortitels. Wie eingangs beschrieben, variiert die Geräuschkulisse von kaum wahrnehmbar bis hin zu trommelfellzerberstend voluminös! In hektischen Passagen donnern dröhnende Trommelschläge durch eure Kopfhörer, die ihr wirklich tragen solltet, um in den vollen Klanggenuss zu kommen und sorgen dafür, dass sich euer Puls mindestens dem des kleinen Jungen anpasst. In anderen Situationen wiederum ist die Luft erfüllt vom gleichmäßigen Rauschen niederprasselnden Regens, während ihr euch vorsichtig einen matschigen Abhang hinunter tastet. Einfach großartig!

LIMBO Trailer (Mac)

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Als wäre es noch nicht genug der Lobhudelei wollen wir auch kurz noch die Steuerung über den grünen Klee loben. Limbo kommt gänzlich ohne visuelle Buttons oder D-Pads aus, was der Atmosphäre nur zuträglich ist. Stattdessen lauft ihr, indem ihr euren Daumen links auf dem Bildschirm in die entsprechende Richtung haltet und springt, indem ihr rechts in die gewünscht Richtung wischt. Haltet ihr euren Daumen vor einem Gegenstand stehend auf den Screen, dann hält das namenlose Kerlchen Kisten und andere bewegliche Gegenstände so fest er kann und zieht oder schiebt diese wohin ihr wollt. Das alles funktioniert glücklicherweise – nach einer kurzen Eingewöhnungsphase – nahezu reibungslos. Und das muss es auch, denn unzählige Passagen machen eine genaue Steuerung unentbehrlich!

Review “LIMBO
Fazit:

Das Fazit bedarf nur weniger Worte. Endlich ist sie da! Die Indie-Perle zum in die Tasche stecken. Der kleine, aber ach so fein geschliffene Horror-JumpnRun-Diamant. Die Portion Atmosphäre zum Unterwegs inhalieren. Limbo macht alles richtig und nahezu nichts falsch. Eine perfekte iOS-Umsetzung eines grandiosen Konsolenspiels.

Pro:
+
simple, aber präzise Steuerung
+
unheimlich atmosphärisch dank überragendem Sound und tollem Look
+
kniffelige Rätsel
+
fair gesetzte Speicherpunkte
Contra:
-
Wertung:
Grafik:9
Sound:10
Steuerung:9
Spielspaß:10
Gesamt:
10
LIMBO Reviewed by Jonathan Stahn on . Rating: 10 out of 10
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