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SpecialVeröffentlicht am 22.02.23 um 16:52h | 0 Kommentare

Spiele, die als Apps besser funktionieren

Der mobile Gaming-Markt ist kaum noch zu überblicken und setzt jährlich Milliardenbeträge um. Zahllose Klassiker und Kartenspiele wurden bereits, häufig mehrfach, als Apps neu aufgelegt. Oft sind die Apps kostenlos. Und tatsächlich ist festzustellen, dass einige Spiele mobil besser funktionieren. Nicht selten weisen Apps mehr Funktionen auf.

Zudem ist es ein Leichtes, Gegner aufzuspüren. Nur online treffen sich Schachspieler spontan zu einer Partie um 23:00 Uhr abends. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen Wortakrobaten elendig lange den Zug des Gegners abwarten mussten. Wort auslegen, App schließen, 5 Minuten später weiterspielen. Mit den Idle Games gibt es sogar ein Genre, das nur mobil existiert.

Video-Slots

Insbesondere Spielautomaten haben mobil um sich gegriffen. Um 2000, als Casino-Seiten noch in den Kinderschuhen steckten, mussten Spieler mühselig Programme auf dem PC installieren, bevor sich die erste Walze in Bewegung setzte. Mittlerweile ist der Browser vollkommen ausreichend, das gilt auch beim Spielen am Handy oder am Tablet. Die Slots starten in Sekundenschnelle, zaubern Effekte und lukrative Gewinne ohne Download auf den Bildschirm. Das macht das Spielen sehr benutzerfreundlich.

Nicht selten veröffentlichen die Entwickler angepasste Versionen ihrer Spiele, die Elemente oder Buttons mobil umstellen. Am Computer wird die Anleitung noch per Tastendruck durchblättert, mobil wischt der Spieler durch den Text. Moderne Smartphones sind leistungsfähig genug, Slot-Spiele ohne technische Probleme darzustellen. Automatenspiele sind zudem, im Gegensatz zur Spielhalle, allesamt kostenlos spielbar. Und zwar so lange, bis der Spieler das Interesse verliert.

Kartenspiele

Kartenspiele sind prädestiniert für den mobilen Spielspaß. Klassiker wie Uno, Rommé oder Skat stehen in vielfachen Versionen zur Verfügung. Innerhalb weniger Sekunden ist ein Gegner online gefunden. Nicht selten gibt es eine Rangliste, die es dem Spieler erlaubt, sich mit Freunden oder Kontrahenten aus aller Welt zu vergleichen. Manche Apps wie beim Skat legen neue Strategien offen, heben das eigene Spielvermögen auf ein neues Niveau. Moderne Kartenspiele wie Skip-Bo oder Phase 10 wurden als Mobile Apps umgesetzt. Matches gegen Freunde sind so möglich, ohne für jede Partie einen Spieleabend auszurufen.

Sammelkartenspiele wie Marvel Snap und Hearthstone sind ebenfalls wie gemacht fürs Handy. Hearthstone-Matches dauern selten länger als 10 Minuten; bei Marvel Snap endet die Begegnung häufig nach 5 Minuten. Die kurze Spieldauer wurde bewusst gewählt. Beide Spiele scheinen ihren Fokus voll auf mobile Endgeräte zu legen. Zwar lassen sich beide Trading Card Games am PC starten. Veröffentlichungen auf PlayStation- oder Xbox-Konsolen stehen jedoch aus, obwohl sich dort potenziell Millionen Spieler tummeln.

Handy Apps hauchen auch Spielbank-Klassikern wie Blackjack und Baccarat neues Leben ein. In Deutschland ist das nächstgelegene Casino manchmal weit entfernt. Und der Aufenthalt im Casino kann sich als kostspielig erweisen, wohingegen die Kartenspiele mobil keine Kosten aufwerfen. Obendrein stehen sogar Apps bereit, die etwa die Basisstrategie beim Blackjack erklären und auf fehlerhafte Spielzüge hinweisen.

Gesellschaftsspiele

Die meisten bekannten Gesellschaftsspiele verfügen inzwischen über mobile Versionen, die viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Spielbrettern und Spielsteinen bieten. Beim Handy Monopoly kommt es nie zu Diskussionen, wie diese oder jene Regel auszulegen wäre. Die App hält sich penibel ans Regelwerk. Weiterer Vorteil: Mobil wird verhindert, dass Spieler schummeln und regelwidrige Vereinbarungen treffen, um der Pleite zu entgehen. Gemäß den Regeln ist ein Spieler ausgeschieden, sobald Zahlungen nicht mehr leistbar sind.

Online ist schummeln unmöglich. Quelle: Pixabay.de

Regeln sind auf dem Smartphone nicht immer starr, sondern auch veränderlich. Beim Klassiker Risiko lassen sich die Regeln etwa anpassen. Zudem ist der Spielumfang größer. Dutzende Karten laden ein, gemeinsam mit Freunden, um die Weltherrschaft zu ringen. Risiko ist mobil sogar allein spielbar. Die Rangliste zeigt unverhohlen, wie es um das strategische Geschick steht. Um hier zu bestehen, ist ein kühler Kopf unerlässlich.

Ticket to Ride ist ein Brettspiel, das sich millionenfach verkauft hat und auf Handys und Tablets zum Herunterladen bereitsteht. Es gilt, ein Schienennetz aufzubauen, Städte zu verbinden und so mehr Punkte einzufahren als die Gegner. In Deutschland ist Ticket to Ride als Zug um Zug erschienen. 2004 avancierte Zug um Zug sogar zum Spiel des Jahres. Freunde des gepflegten Multiplayers taktieren lokal oder online um die Wette.

Schach

Im 19. und 20. Jahrhundert war Fernschach äußerst populär. Anstatt sich mit einem befreundeten Schachspieler zu treffen, wurden die Spielzüge auf dem Postweg, oder telegrafisch, verschickt. Hilfsmittel einzusetzen, war ausdrücklich erlaubt. Aus naheliegenden Gründen wurde Fernschach immer stärker verdrängt. Heutzutage wird Schach meist online gespielt. Internetseiten ordnen den Schachstrategen ein Elo-Rating zu. Das Matchmaking sucht anschließend einen ähnlich starken Spieler.

Duelle gegen Spieler aus aller Welt. Quelle: Pixabay.de

Schach Apps erlauben es, wie am PC, Gegner aus aller Welt zu Duellen herauszufordern. Manche Apps verfügen über zusätzliche Funktionen, speichern etwa gespielte Partien ab, um Fehler leicht ausfindig zu machen. Oder sie geben ein Schachpuzzle vor, das zu lösen ist und mittelfristig die Spielstärke steigert. Statt einzelner Matches werden mobil Turniere abgehalten, bei denen sich Durchhaltevermögen auszahlen könnte.

Wortspiele und Quiz Apps

Beim Scrabble gilt es, mit Buchstaben Worte zu bilden und so auszulegen, dass sie viele Punkte wert sind. Aufgrund der ruhigen Natur des Brettspiels und der asynchronen Spielweise – der Zug des Gegners muss nicht abgewartet werden – ist Scrabble perfekt fürs Handy. Bei abgewandelten Variationen wie Words with Friends verändert sich zudem das Spielfeld. Ist gerade kein Freund greifbar, lassen sich mobile Wortspiele zuweilen auch gegen den Computer spielen.

Viele Worte werden auch in Quizshows verloren. Apps wie Quizduell beantworten die brennende Frage, wer der oder die Klügste im Freundeskreis ist. Oftmals haben diese Apps Leaderboards, die den Vergleich erleichtern. Logischerweise bleibt für die Beantwortung der Quizfragen nur begrenzt Zeit. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass ausgefuchste Dummköpfe frech nach der Antwort googeln.

Stadt, Land, Fluss & Schiffe versenken

Bei Stadt, Land, Fluss gibt der Name des Spiels die ersten drei Kategorien vor. Jedoch ist es Sitte, sich weitere Kategorien auszudenken – was manchmal recht schwierig ist. Auf dem Handy geben Apps oft mehr als 100 Kategorien vor, zwischen denen frei gewählt werden kann. So entfällt das kreative Brainstorming vor dem Spiel. Statistiken weisen aus, wie viele Partien mit einem Sieg zu Ende gegangen sind. Zudem wird die Zeit automatisch gestoppt, ohne dass der Spielleiter die Uhr im Blick behalten müsste.

Mehr Spannung als erwartet. Quelle: Pixabay.de

Schiffe versenken ist ein weiterer Klassiker, der mobil große Freude bereitet. Das recht schlichte Spielprinzip erweist sich am Smartphone als überraschend spannend. Bei Turnieren sind Trophäen zu erringen. Zudem sind mehrere Modi anwählbar, die Regeln geringfügig abändern. Obendrein ist Gamification ein Trend, der auch Schiffe versenken vereinnahmt hat. Siege bringen bei manchen Apps Belohnungen ein und schalten oft Gegenstände frei. Diese fortschreitende Progression erhöht die Langzeitmotivation.

Idle Games

Der technologische Fortschritt treibt manchmal gar wunderliche Blüten. Seit einigen Jahren schon werden immer mehr Idle Games veröffentlicht. Games, die automatisch ablaufen und so wohl nur auf dem Handy eine Zukunft haben. Real wären Perpetuum-mobile-Spiele nicht umsetzbar. Auf herkömmlichen Spielekonsolen wäre der Ablauf wohl zu langweilig und belanglos. Mobil nach Stunden oder Tagen immer wieder im Idle Game nach dem Rechten zu sehen, ist hingegen noch unterhaltsam genug. Ähnlich wie die seit 1997 erhältlichen Tamagotchis bindet das Idle Game überschaubar wenig Spielzeit, und ist vielleicht genau deshalb so erfolgreich.

Zu den erfolgreichsten Idle Games gehören Cookie Clicker und AdVenture Capitalist. Bei Cookie Clicker ist es zwar möglich, zu „spielen“ und so zusätzliche Kekse zu generieren, aber im Kern ist Warten auch hier das Credo. Im Subgenre der Auto-Battler gibt es weitere Beispiele von Apps, die geringfügig Eingaben erfordern oder ein Mindestmaß an Strategie bewahren. Manchmal steht es dem Spieler auch frei, selbst einzugreifen oder das Spiel sich selbst zu überlassen. Diese Beispiele beweisen, dass viele Spiele als App hervorragend funktionieren und ihren Sprung in die digitale Welt geschafft haben.

Artikelbild: Pixabay.de