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SpecialVeröffentlicht am 10.10.22 um 12:56h | 0 Kommentare

Kryptowährungen in Japan

Die japanischen Behörden verabschiedeten im April 2017 ein Gesetz über virtuelle Währungen. Dank des neuen Gesetzes sind die Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum nun in dem Land legalisiert. Dadurch können diese virtuellen Währungen in Japan für gegenseitige Verrechnungen verwendet werden. Trotz des Gesetzes sind Kryptowährungen in Japan jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel geworden.

Kryptowährungen werden in den meisten Ländern der Welt nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Sie können auch nicht für den Kauf von Waren und Dienstleistungen und die gegenseitige Verrechnung verwendet werden, und sie können auch nicht Teil des Währungsumtauschsystems sein. Es gibt auch keine Rechtsvorschriften, die die Verwendung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel verbieten.

Eine Reihe von kommerziellen Unternehmen in Japan bereiten sich darauf vor, unter Beteiligung der Regierung eine einheitliche Kryptowährung, DCJPY, zu schaffen. Die japanische Zentralbank hat versprochen, eine eigene Version der Kryptowährung herauszugeben. Indien plant nicht nur die Ausgabe einer staatlichen Kryptowährung, sondern auch ein Verbot privater Krypto-Assets. Dies wurde am 26. November 2021 bekannt gegeben.

Das Digital Currency Forum, ein Zusammenschluss von 70 Organisationen, wird derzeit in Japan gegründet. Daran beteiligt sind vier Privatbanken, Telekommunikationsunternehmen, Eisenbahngesellschaften und Industriegiganten (insbesondere Mitsubishi). Die japanische Zentralbank, die Agentur für Finanzdienstleistungen und drei Ministerien werden Beobachterstatus haben. Aus einem veröffentlichten Bulletin des Forums geht hervor, dass die Teilnehmer eine digitale Plattform schaffen, die als Hauptemittent von Kryptowährungen und als Mittel zum Umtausch herkömmlicher Finanzanlagen in

Blockchain-basierte Anlagen fungieren wird. Dieser Austausch wird als Generierung von Währungswerten („Prägung“) bezeichnet.

DCJPY-Inhaber können den „digitalen Yen“ an andere Teilnehmer der Plattform übertragen oder ihn auf ihrem Bankkonto in eine Standardwährung umtauschen („minting“). Ein direkter Umtausch von DCJPY in reguläres Geld wird jedoch zunächst nicht möglich sein. Im Newsletter heißt es auch, dass DCJPYs schließlich von Banken ausgegeben und als eine Art Einlagenanleihe behandelt werden – zum Glück ist dieses Format gesetzlich vollständig  geregelt. Dies würde nach Ansicht der Verfasser der Initiative die Akzeptanz der digitalen Währung beschleunigen und ihre Stabilitätgewährleisten.

Es gibt drei Gründe für die Schaffung einer solchen Kryptowährung, von der man so wie von Bitcoin auf Bitcoin Fast Profit profitieren könnte. So gibt beispielsweise Japans größter Bahnbetreiber, die East Japan Railway Company, Prepaid-Karten heraus, die auch zum Kauf von Waren an Bahnhöfen und in einigen kleinen Einzelhandelsgeschäften verwendet werden können. Andere Unternehmen haben ähnliche Systeme, die jedoch nicht  interoperabel sind. Die Kryptowährung wird dies ändern und die Emittenten der verschiedenen Prepaid-Systeme zu einer Art Zahlungsdienstleister machen.

Der zweite Grund ist, dass die Ausgabe digitaler Währungen durch die Banken keine Konkurrenz zu den Einlagen darstellt. In dem Papier heißt es auch, dass digitale Währungen die Abwicklung von Handelsgeschäften beschleunigen und die Kosten für die Bearbeitung von Bargeld senken werden. Die dritte Begründung besagt, dass der DCJPY als digitale Währung der am besten geeignete Mechanismus für Smart-Contract-Transaktionen (intelligente Verträge) oder Zahlungen für digitale Vermögenswerte wie NFT sein wird. Die Einführung des DCJPY ist für 2022 geplant, ein genaues Datum steht jedoch noch nicht fest. Auch die japanische Zentralbank war im Begriff, ihre eigene Kryptowährung herauszugeben, und es bleibt abzuwarten, wie sie sich zum DCJPY verhalten wird.

In Indien hat die Regierung ihrerseits dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, der nur bestimmte Kryptowährungen zulassen würde. Die indische

Zentralbank würde ihre eigene zentralisierte Währung ausgeben. Die Zentralbank des Landes hat bereits früher „tiefe Besorgnis“ über die Verbreitung von Kryptowährungen geäußert, da sie befürchtet, dass diese zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verwendet werden könnten.

Groben Schätzungen zufolge gibt es inzwischen 15-20 Millionen Krypto-Investoren in Indien mit einem Gesamtvermögen von rund 400 Milliarden Rupien oder 5,4 Milliarden Dollar. Die indischen Behörden haben ein Verbot des Besitzes, der Ausgabe, des Handels und der Übertragung von Kryptowährungen in Erwägung gezogen, aber der Entwurf ist noch nicht ausgereift. Der Handel mit Kryptowährungen soll stark besteuert werden, und die meisten inoffiziellen Kryptowährungen werden in Zukunft verboten sein. Es wird nur eine kleine Anzahl von Krypto-Assets übrig bleiben, die als Mittel zur Förderung der dahinter stehenden Technologie genutzt werden sollen.

Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar!