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Super Crate Box im App Store
Preis & Download:
1,99€
Super Crate Box iPhone iPad Download
Super Crate Box iOS
Super Crate Box [Universal]
Publisher:Vlambeer vof
Genre:Action, Spielhalle
Release:05.01.2012
UniversalTestberichtVeröffentlicht am 11.01.12 um 00:00h | 0 Kommentare

Testbericht „Super Crate Box“

Immer wieder erleben wir die versuche von Entwicklern, alte Spielhallen- Konsolen-Spiele auf iOS wieder aufleben zu lassen. Das kann klappen… Muss aber nicht. Denn die Zeit steht keineswegs still und der Kunde von heute sucht nach immer mehr Umfang, schöneren Grafiken und einem einwandfreien Gameplay. Alles Dinge, die logischerweise nicht unbedingt der Inbegriff für die 20-30 Jahre alten, wiederbelebten Klassiker sind. Und so kann man festhalten, dass, wenn einer dieser totgeglaubten Kandidaten sich wieder in die Herzen des Spielers katapultieren will, der Weg wohl nur über Einfachheit und vor allem das Gefühl, immer weiterspielen zu wollen, führt. Unser heutiges Testspiel heißt „Super Crate Box“ und reiht sich im Genre der Retro-Spiele ein. Ob man sich in diesem Fall im Feeling von vor 20 Jahren wohl fühlen kann oder ob sich die Zeitreise ausschließlich in mangelnder Luftzufuhr des Großhirns und dem daraus erfolgenden Gähnreiz auswirkt, dass kannst du im folgenden Test herausfinden.

Eines gleich vorweg: zum Gähnen ist „Super Crate Box“ auf jeden Fall nicht gewesen. Dafür sorgt vor allem der hohe Anspruch an den Spieler. Dies kommt aber nicht durch ein überaus komplexes Spiel, denn Einfachheit ist hier Trumpf. Vielmehr ist der Schwierigkeitsgrad eher hoch angesiedelt.
Aber fangen wir von vorne an: Zu Beginn des Spieles steht dir nur ein einziger Schwierigkeitsmodus so wie auch nur eine Stage zur Verfügung. Alles Weitere musst du dir durch Erfolge innerhalb der Levels freischalten. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Du findest dich in einem mehrgeschossigen Level wieder, das aber nicht größer ist als dein Bildschirm. Gescrollt werden muss also nicht. In der Decke ist ein Loch und unten ein oder mehrere Feuergruben. Von oben kommen nun deine Feinde gefallen und bahnen sich den Weg bis zum „Ausgang“ im Boden. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass schon bei einer einzigen Berührung mit diesen das Spiel komplett vorbei ist – bei geringer Frustrationsgrenze solltest du also die Finger von diesem Spiel lassen.

Doch natürlich stehst du dem Ganzen nicht völlig hilflos gegenüber: Denn bei Druck des B-Knopfes wird die Attacke ausgelöst, die gerade mit der derzeitig aktuellen Waffe möglich ist. Und nun kommen wir zum springenden Punkt des Spieles. Ziel ist es nämlich nicht, wie üblich, so viele Gegner wie möglich zu eliminieren, sondern so viele Kisten zu sammeln, wie du kannst. Diese Kisten nennen sich „Crates“, erscheinen zufällig irgendwo im Level und geben dir zum ersten je einen Punkt, zum Zweiten haben sie aber auch einen Wechsel der Waffe zur Folge. Das kann Vor-, aber auch Nachteil sein. Denn einige Waffen sind deutlich stärker als andere. Und manche können sogar eine Gefahr für dich selbst darstellen. So musst du zum Beispiel bei Maschinengewehr und Minigun auf den Rückstoß achten, der dich sonst in Gegner oder Löcher drängen kann.

Eine weitere Besonderheit von „Super Crate Box“ stellt die Tatsache dar, dass die Spiele zumeist sehr kurz sind. Nach 10 bis 20 Sekunden ist der Spaß zumeist schon vorbei, da dich irgendein Gegner erwischt hat. Das liegt daran, dass diese sich nicht alle gleich bewegen, sondern in unterschiedlicher Geschwindigkeit und auch unterschiedlicher Stärke daherkommen. So bewegen sich einige geradlinig auf dem Boden, andere hingegen schweben unberechenbar durch die Luft und wieder andere bewegen sich in kleinen Hüpfern fort. Und wenn du dann in einem solchen Auflauf von Gegner auch noch eine suboptimale Waffe wie zum Beispiel die Minen in der Hand hältst, dann hast du nahezu keine Möglichkeit, dich lebendig aus der Situation zu befreien.

Dadurch gehört bei „Super Crate Box“ trotz der unglaublichen Schnelligkeit des Spieles auch eine Menge taktieren zum Alltag. Versuche zum Beispiel, wenn du eine starke Waffe besitzt, möglichst viele Gegner zu erledigen und dann schnell zum nächsten Punkt zu laufen, sodass du bei einer folgenden schlechten Waffe sofort zur nächsten „Crate“ sprinten kannst. Aber wir machen uns da keine Sorgen um dich, du wirst dir da schon deine eigene Taktik zurechtlegen. Einen Kritikpunkt haben wir dann aber auch noch: die Kollisionserkennung mit Gegnern scheint nicht optimal ausgereift zu sein, denn wir hatten das eine oder andere mal das Gefühl, dass zwischen Gegner und unserem Protagonisten noch ein paar Pixel Luft waren, obwohl wir schon das zeitliche gesegnet haben. Das ist bei einem so engen Spiel wie diesem schon ärgerlich.

Super Crate Box Teaser Trailer

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Die Grafik ist sehr schwierig zu bewerten. Denn natürlich kann „Super Crate Box“ nicht mit den Schwergewichten wie „Infinity Blade II“ oder ähnlichen mithalten – will es aber auch nicht. Denn im Gegensatz zu vielen anderen haben es die Entwickler in diesem Fall auch weder versucht, noch überhaupt darauf angelegt. Ein kluger Schachzug, denn natürlich bedeutet dieser extrem pixelige Retrolook deutlich weniger Aufwand als ein Detailfeuerwerk der Extraklasse. Das Risiko besteht nun nur noch darin, das Spiel auch derart auf den Spieler auszurichten und den Spaßfaktor zu erzeugen, auch ohne die Hilfe der unglaublichen Grafikmomente. Das hat zumindest bei uns zum Teil geklappt – die Grafik erinnert stark an die alten „Donkey Kong“-Spiele und hat eine nostalgische Ader getroffen, die unsere Liebe zum Retro-Spielen erneut aufflammen lässt.
Der Sound erinnert ebenso wie die Grafik in feinster Art an die Spielhallenzeiten, in denen eine simple Melodie den Entwicklern reichte – mehr war damals auch nicht machbar – und ein einfaches Midi-Gedudel im Hintergrund als völlig ausreichend erschien. Die Melodien sind nicht wirklich schön, tun aber mal wieder alte Erinnerungen auf. Wir würden zwar immer noch davon Abstand nehmen, das iPhone, iPad oder iPod touch bei laufendem Spiel auf die Boxen zu stellen, nur um der Spielmusik zu lauschen. Doch trotzdem bleibt der Griff zum Stummknopf für eine ganze Weile aus, ganz einfach aus dem Grunde, weil der Sound perfekt ins ganze Spiel passt.

Die Steuerung ist so simpel gehalten wie das ganze Spiel. Zwei Richtungsknöpfe, rechts und links, sowie einen Spring- und einen Feuerbutton auf der anderen Seite. Und fertig ist das Spiel. Was am Automaten reale Buttons und eventuell noch ein Joystick waren, das sind auf dem iOS-Spielgerät natürlich virtuelle Buttons, die allerdings ebenso gut funktionieren, wie damals. Der pixelige Held hängt nicht, allerdings sind für große Finger die Abstände zwischen den Knöpfen vielleicht etwas zu klein gewählt. Wer nicht vor diesem Problem steht, wird die Finger ganz automatisch vom einen zum anderen Button schweben lassen, ohne diesen einen Blick widmen zu müssen. Simpel und funktional, wie alles zu der Zeit.

Review “Super Crate Box
Fazit:

Super Crate Box“ ist ein Arcade-Klassiker, wie er im Buche steht. In geplant-verpixelter Optik und mit dem gewohnten Spielhallen-Sound versetzt es uns in eine Welt wie vor 20 Jahren. Dabei stellt es dir lediglich drei verschiedene Stages, die jedoch allesamt einen großen – nahezu schon zu großen – Anspruch an den Spieler stellen. Die Steuerung hingegen ist simpel und unglaublich eingängig, was zum stimmigen Gesamtbild beiträgt. Denn durch die Kombination von hohem Anspruch und simpler Steuerung wird dieses Spiel zu einem herausfordernden Titel, welches nicht nur Nostalgikern gefallen wird. Abraten können wir nur ungeduldigen Spielern, denn die Spiele sind zumeist recht kurz und vor allem benötigt es einiger Übung, bis sich erste Erfolge einstellen. Ansonsten klasse und bei diesem günstigen Preis eine Kaufempfehlung für „Super Crate Box„.

Pro:
+
absolute Nostalgie
+
hoher Suchtfaktor
+
zahlreiche Waffen
Contra:
-
(zu) hoher Schwierigkeitsgrad
-
Steuerung etwas fummelig
Wertung:
Grafik:8
Sound:7
Steuerung:8
Spielspaß:7
Gesamt:
7
Super Crate Box Reviewed by Simon Blohm on . Rating: 7 out of 10
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