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Streetbike: Full Blast im App Store
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0,89€
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Streetbike: Full Blast iOS
Streetbike: Full Blast [iPhone & iPod touch]
Publisher:Chillingo Ltd
Genre:Spielhalle, Rennsport
Release:05.01.2012
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TestberichtVeröffentlicht am 14.01.12 um 00:00h | 0 Kommentare

Testbericht „Streetbike: Full Blast“

Die Zahl an Autorennspielen für iOS sowie auch für jede andere Spieleplattform ist unglaublich und fast nicht mehr zu zählen. Motorradrenner hingegen sind sehr rar gesät. Als etwas bekannterer Vertreter fällt uns dazu eigentlich spontan nur die „Moto GP“-Serie ein, die auf vielen Plattform jährlich ein solides Ergebnis einspielt. Ansonsten blicken wir in dieser Sparte des Renngenres jedoch auf weites Brachland. Doch mal Hand aufs Herz: Was gibt es cooleres als einen jungen Mann im schwarzen Lederoutfit und verdunkeltem Visier, der an der Ampel neben dem Porschefahrer steht und seine mechanischen Muskeln spielen lässt. Sein Lächeln bleibt unter dem dunklen Visier nur zu erahnen, doch noch bevor der Porschefahrer überhaupt begriffen hat, dass die Ampel gerade grün geworden ist, kann er den motorisierten Zweiradfahrer schon zwei Ampeln weiter gerade noch die Grünphase erwischen sehen. Sicherlich ein größtenteils testosteron-geleiteter Traum, doch auch Frauen sind ja zumeist den einfach unsterblich cool wirkenden Männern nicht ganz abgeneigt. Und genau in diese Position bringt dich unser heutiger Testkandidat namens „Streetbike: Full Blast„. Bleibt noch zu hoffen, dass der folgende Testbericht auch das Coolness-Potential aufdecken wird, was diese Mega-Bikes zweifelsohne mit sich bringen.

Doch schon beim Öffnen des Spieles wird klar, dass es nicht das halten kann, was wir uns von „Streetbike: Full Blast“ versprochen haben. Zwar gibt es zwei Spielmodi, Quickplay und Streetbattle, doch sobald du einen Modus aufgerufen hast und dir die Auswahl der Bikes präsentiert wird, werden schon deutliche Schwächen offensichtlich. Denn die Motorräder sind zwar als solche zu erkennen, aber sie erscheinen derart eckig, dass sie im normalen Leben wahrscheinlich nicht schneller als 120 fahren könnten. Uns hat das ehrlich gesagt doch etwas enttäuscht, hier wäre deutlich mehr Mühe angebracht gewesen, wie wir dir im unteren Grafikteil auch noch einmal erläutern werden.
Aber wir versuchen diese erste Enttäuschung auszublenden und uns an das eigentliche Spiel zu machen. Dabei ist „Streetbattle“ der klassische Karriere-Modus, in dem du dich von Herausforderung zu Herausforderung hangelst und versuchst, dich als bester Fahrer auf diesem Planeten zu beweisen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei allerdings sehr gut bemessen: Du startest in der Newcomers League und arbeitest dich im besten Fall bis in die All-Stars League hoch. Zum Freischalten benötigst du die Sterne, die du am Ende eines jeden Levels erreicht hast; doch dazu später mehr.

Denn als weitere Erläuterung vor dem Start ins eigentliche Spiel ist noch zu bemerken, dass sich die Herausforderungen in 8 Modi aufteilen. Das geht vom normalen Rennen über Kopf-an-Kopf-Kämpfen bis hin zum Überholen von einer bestimmten Anzahl an Autos. Am Ende der Herausforderungen steht immer die Abrechnung in Form von einem bis zu drei Sternen und du wirst mit einer demensprechenden Summe an Cash belohnt. Dies kannst du dann wieder in neue Bikes investieren, die je nach Preis und später auch Level immer schneller und besser steuerbar werden. Wobei wir traurigerweise feststellen müssen, dass die Auswahl an Bikes eher bescheiden ist. Und dann kommen wir schon wieder zum nächsten Manko: Es gibt keine Originallizenzen, alle Bikes sind ausschließlich fiktiv, im Idealfall den Originalen nachempfunden. Insgesamt sind wir, wie du vielleicht schon vernommen hast, doch recht enttäuscht von „Streetbike: Full Blast“ und warten auf den nächsten Motorrad-Racer, der uns hoffentlich mehr Freude bereiten wird.

Die Grafik bleibt absolut deutlich unter den technischen Möglichkeiten, welche die iOS-Geräte bewiesenermaßen mit sich bringen. Und gerade die optische Darstellung sollte bei Rennspielen doch entweder vor Kreativität nur so strotzen oder eben auf den ultimativen Realismus setzen. Sicherlich kann man auch mal ein bisschen unter dem Optimum bleiben, doch wenn „Streetbike: Full Blast“ sich grafisch irgendetwas nähert, dann ist das bestenfalls das untere Mittelmaß. Das könnte man zwar jetzt mit Retro-Design und Co versuchen schön zu reden, aber das wollen wir nicht. Die Strecken sind verschwommen, die Motorräder wirken unglaublich eckig und über die – nennen wir es Häuser – am Streckenrand brauchen wir gar nicht erst zu reden. Hier erwarten wir von einem Spiel deutlich mehr, vor allem, wenn man sich daran machen will, das Motorradgenre zu erobern. So wird das auf jeden Fall nichts. Eine große Enttäuschung.

Der Sound ist leider auch nicht unbedingt ein Highlight. Die Hintergrundmusik ist eher nervig als motivierend, doch der Hauptkritikpunkt liegt in dem langweiligen SFX-Sound. Der ist zwar manchmal durchaus realistisch, doch vermittelt nicht annähernd die Action, die wir von einem Motorradrennen erwarten. Wenn du dir einmal die Moto GP im Fernsehen angeguckt und gleichzeitig eine gewisse Affinität zu Motorrädern hast, dann wirst du immer noch den Sound der an der Kamera vorbeizischenden Zweiräder im Ohr haben. Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, diese Kraftprotze zu hören. Und von diesem Feeling ist „Streetbike: Full Blast“ ungefähr so weit entfernt wie Deutschland von Australien. Sicherlich zischt es beim Überholen der Konkurrenten bedrohlich, doch im Gesamteindruck kommt einfach nicht das rüber, was man aus dem Thema hätte holen können. Schade, wieder mal weniger draus gemacht, als möglich gewesen wäre.

-b5-Die Steuerung ist zwar nicht ausdrücklich schlecht, doch kann auch nicht mit den guten Rennspielen der Neuzeit mithalten. Dennoch ist sie sehr eingängig. Auf der rechten Seite das Gas und darüber der Boost, der, wenn aufgeladen, dir einen deutlichen Schub im Tempo gibt. Auf der linken Seite ist die Bremse, doch die kann eigentlich vernachlässigt werden. Denn während du das Spielgerät immer in die entsprechende Fahrtrichtung neigst, kannst du bedenkenlos auf dem Gas bleiben und die Kurven einfach mit der entsprechenden Neigung meistern. In scharfen Kurven reicht ein kurzes vom Gas gehen und schon gleitest du ohne Probleme in die nächste Gerade. Das ist einer der Gründe, warum die Steuerung uns nicht überzeugt hat. Sie ist einfach zu einfach und wird dann durch zu viele Autos im Straßenverkehr wiederum zur unzumutbaren Herausforderung. Und eines verstehen wir auch nicht: wenn wir den Boost auslösen und dabei auf Dauergas bleiben, müssen wir nach Erlöschens des Boosts das Gaspedal kurz loslassen und dann erneut drücken, da einfach nicht weiter Gas gegeben wird. Das ist nervig und kostet bei Nichtbeachtung wertvolle Sekunden. Insgesamt ist die Steuerung O.K., aber weit entfernt von den guten Spielen der Branche.

Review “Streetbike: Full Blast
Fazit:

Streetbike: Full Blast“ ist ein unterdurchschnittlicher Motorrad-Racer, der höchstens leidenschaftlichen Zweiradfahrern und Hardcore-Fans von Retro-Arcade-Racern gefallen wird. Der Rest leidet unter der äußerst mittelmäßigen Grafik, dem unrealistischen Sound und der verbesserungswürdigen Steuerung. Auch die recht geringe Anzahl an Modellen und dem Fehlen von Lizenzen sorgen für keine Pluspunkte. Diese bringen aber zumindest die vielen Spielmodi, aber auch sie konnten das Ruder am Ende nicht mehr rumreißen und uns zu einem positiveren Urteil bewegen. Also wer nach einem guten Motorradrennspiel sucht, der muss sich leider noch gedulden und hoffen, dass sich ein Entwickler in naher Zukunft erbarmt und ein Spiel dieses Genres mit der nötigen Liebe zum Detail konzipiert. Bis dahin bleibt uns nur noch einmal unsere Enttäuschung auszudrücken und dir vom Kauf dieses Spieles abzuraten.

Pro:
+
endlich mal wieder ein Motorradracer
+
8 verschiedene Modi
Contra:
-
keine Lizenzen
-
schlechte Grafik
-
actionloser Sound
-
nicht besonders ausgefeilte Steuerung
Wertung:
Grafik:4
Sound:5
Steuerung:5
Spielspaß:4
Gesamt:
4
Streetbike: Full Blast Reviewed by Simon Blohm on . Rating: 4 out of 10
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